Das Neue Gebetbuch Kaiser Maximilians I. in seiner Entstehung
99,00 €
Ausgezeichnet mit dem 3. Preis des 19. ILAB Breslauer Prize for Bibliography (2026). Die International League of Antiquarian Booksellers vergibt den Preis für herausragende Arbeiten zur Bibliographie und Buchgeschichte. Die Jury hebt hervor, dass Heidrun Lange-Krach alle zehn erhaltenen Exemplare des Gebetbuchs nach höchsten bibliographischen und kodikologischen Maßstäben beschreibt. Ebenso überzeugend findet sie die Deutung des Buchs: kein privates Andachtsbuch des Kaisers, sondern eine Vorlage für die Liturgie des St. Georgsordens.
Im Gebetbuch Maximilians I., gedruckt 1513 in Augsburg, finden sich Zeichnungen der bekanntesten deutschen Renaissance-Künstler: Albrecht Dürer, Hans Burgkmair, Lucas Cranach, Hans Baldung gen. Grien, Albrecht Altdorfer und Jörg Breu haben im Auftrag des Kaisers einen gedruckten liturgischen Text mit filigranen Randillustrationen verziert. Nur eines von zehn erhaltenen Exemplaren enthält diese Federzeichnungen, deren Funktion – ob Vorzeichnungen für Holzschnitte oder autonome Zeichnungen – die Kunstgeschichte lange gespalten hat. Parallel entstand eine zweite Ausgabe mit Holzschnitten von Hans Schäufelin. Die vorliegende Studie erfasst den erhaltenen Bestand der Gebetbücher und zeichnet ihre Entstehungsgeschichte nach.