Freiheit auf der Strecke

Rennfieber und Überwachung am Sachsenring 1961–1989

Tobias Wunschik

59,00 €

Die Motorradrennen auf dem Sachsenring bei Chemnitz (Karl-Marx-Stadt) wurden 1961 Teil der Motorrad-WM. Wenn der internationale Rennzirkus dort Station machte, zog das bis zu 200.000 begeisterte Fans an. Für sie symbolisierten die schnellen Maschinen Unabhängigkeit und Freiheit, über die Systemgrenzen hinweg, gerade in der DDR. Viel umjubelt wurden siegreiche Fahrer aus dem Westen, die Weltläufigkeit, Abenteuergeist und Draufgängertum verkörperten – was im Staatssozialismus ungern gesehen war. Es begann ein hochpolitisches Ringen um gesellschaftliche Freiräume mit der Volkspolizei, der Stasi und der SED. Einige Motorradfans gerieten dabei „unter die Räder“ – auf dem Sachsenring wie auch bei den Rennen in Brno (ČSSR), als die DDR ab 1973 die westlichen Fahrer nicht mehr einlud.

Erscheint als Band 85 in der Reihe Schriften des Bundesarchivs.

ISBN
978-3-7861-2949-3
Verlag
Gebr. Mann Verlag
Sprache
Deutsch
Erscheinungstermin
Juli 2026
Format
Hardcover
Per E-Mail bestellen